Sonntag, 3. Dezember 2017

Der Tag der Lea Lübke – auch Meppen zwo besiegt

Lea Lübke: teamdienlich im defensiven Mittelfeld und diesmal im Tor. Erstaunlich!

1. Frauen FC St. Pauli – 2. Frauen SV Meppen 3:1 (1:1)


Es ist ein denkwürdiger 1. Advent am 3. Dezember 2017. Man will mit der abgeschlossenen Hinrunde abschließen, muss aber fussballerisch sozusagen eine weitere Kerze anzünden, weil z.B. im September Hagel und Regen und eine gewisse Frau Zabinski ein Spiel auf der Feldarena abbrechen mussten.





Es ist auch der Tag, an dem ein gewisser Matthias von Schramm offizielles Fanclubmitglied bei den Üblichen Verdächtigen wird in dem er einen Hohngesang anstimmen muss und darf, der den Abgrund der Menschheit eigentlich gut beschreibt. Worte eines Gefühls. In einer dermaßen bescheuert ideologiefreien Zeit gespickt in Wahrheit von lauter Ideologen ein gutes Gefühl.


Vor dem Spiel treffe ich auf eine Truppe absurder Ausdrucksformen, wobei die Müdigkeit die Eindeutigste ist. Was passiert noch? Z.B. Lea Lübke, eine teamdienliche Heldin des Alltags wird auf ihre Rolle als Torfrau vorbereitet. Tara fällt aus. Ersatzfrau Katrin Schwing ist nicht in der Stadt. Irgendwer erinnert sich wohl an das Modell: Lea Lübke ins Tor: also ab in ein grünes Trikotensemble mit der Nummer 27 (eigentlich Taras Nummer) und nach langer Zeit solcher „Noteinsätze“ mal wieder ins Tor. Nur, dies hier ist die Regionalliga Nord und der Gegner heißt Meppen II. Im Vorfeld erfahre ich folgendes: Ein grobschlächtiges Unentschieden würde uns zufrieden stellen. Es fehlen noch vier Punkte zur Herbstmeisterschaft. Und den Sieg holen wir uns dann in Osnabrück gegen Gretesch am 10.12. (auch Wiederholung eines ausgefallenen Spiels), welches eh vermutlich nicht stattfinden wird.


Das Spiel beginnt um 14 Uhr, im Hintergrund ist der Dom im Gange und macht Geräusche. Keine nachvollziehbaren, aber immerhin welche, an die man sich nie im Leben gewöhnen kann. Lea Lübke macht derweil im Tor einen guten Eindruck und fängt in der achten Spielminute das erste Gegentor. Ich weiß, dass ist nicht lustig, aber so ist das nun einmal manchmal. Und vor allem klingt es sehr komisch. In Wahrheit aber macht sie höchstwahrscheinlich als Torhüterin das Spiel ihres Lebens und gehört hier durchaus mehr als nur gewürdigt.

Spielerisch ist die erste Halbzeit zum vergessen. Kämpferisch ist sie aber schon geprägt vom Geist einer Lea in diesem Tarator, welches sie mehr und mehr ausfüllt. Gold wert auch der schwer erarbeitete Ausgleich von AnSo in der 42. Minute. So geht es in die Pause. Meppen hat es nicht vermocht einen zu verletzenden FCSP niederzuringen – Bälle im Tor unterzubringen, welche Lea an die Latte lenkt und ähnliches und dergleichen. Es ist also nicht aller Tage Abend, obwohl um diese Uhrzeit am 1. Advent mit baldiger Dunkelheit zu rechnen ist. Es werden also Lampen dann zugeschaltet, also Leuchten sozusagen.

St. Pauli steigert sich in der zweiten Halbzeit zunehmend. Dass nun Ili, die man auch Olli nennt (wie ich erfahren habe) ausgewechselt wird ist eher schade, wenn sie schon mal von Anfang an spielen darf. Auch Francis muss aus dem Spiel. In der zweiten Halbzeit läuft der Motor aber besser. Verena Mannes kommt und sorgt für Wirbel.


2:1 durch Nina



 3:1 durch Nina per Kopf


:)


Belohnt wird der gute Rückhalt durch die Ersatzersatztorfrau Lübke letztlich mit zwei nach einigen Spielen längst fälligen Toren in Minute 77 per Fuß und in Minute 87 per Kopf durch Nina. Und das tut nicht nur ihr, sondern allen gut.

Zu erwähnen ist noch unbedingt, dass in diesem Spiel der Support der leckeren Fans als besonders ziemlich erachtet wurde.

Nun gibt es noch ein Nachholspiel in Osnabrück gegen Gretesch. Derzeit wird da Schneematsch vermutet und der Termin des 10.12 wird als kritisch erachtet. Ich werde dann wohl nicht zugegen sein können. Auch der Pokaltermin am 17.12. in Appen ist unter Experten nach wie vor kaum haltbar. Wie und wo wir uns den Punkt zur Herbstmeisterschaft holen werden, welcher jetzt noch fehlt, wird man also irgendwie in Erfahrung bringen.

Da dies ein Nachholspiel ist, schweigt die Liga ansonsten an diesem 1. Advent. In der Oberliga Hamburg fällt fast alles aus wetterbedingt und so, allerdings gewinnt bereits am Samstag Tornesch bei BU mit 5:0 und Wellingsbüttel führt seinen Siegeszug unheimlicher Art fort mit einem 11:0 daheim gegen den HEBC.







Abschließend zu sagen ist, dass das erste Gegentor gegen Lea das einzige bleibt. Und das ist schon mehr als bemerkenswert bis erstaunlich, respektive enorm!

4. Dezember 2017

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